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Unsere Alpenüberquerer!


Melanie Behr und Markus Lerf


Kurzer Bericht Tour Transalp 2016: 26.06.2016 – 02.07.2016, 7 Etappen, 901,79 Kilometer 19521 Höhenmeter 22 Pässe


Markus wollte sich für 2016 etwas Besonderes vornehmen und zog die Tour Transalp an Land. Und weil Melanie das Stilfser Joch mit dem Rennrad hochkommt, radelt sie mit. Wir starten am 26.06.2016 mit ca. 2800 Trainingskilometern in den Beinen zur Tour Transalp. Auf unserer ersten Etappe von Imst nach Brixen haben wir die Pässe Kühtai und Brenner zu bewältigen. Nach dem Start schiebt sich ein dicker Pulk an Radfahrern wie eine Schlange durch die Straßen, bis nach 18 km das neutralisierte Fahren für das Rennen freigegeben wird. Es ist mit 157,49 km die längste der 7 Etappen. Nach 6 Stunden und 21 Minuten sind wir im Ziel und freuen uns auf eine Dusche und Pastaparty. Am nächsten Morgen stehen zwischen uns und unserem Ziel 3059 Höhenmeter und 110,84 km. Wir wollen nach St. Vigil. Unsere Beine signalisieren, dass sie gestern schon lange unterwegs waren, lassen sich aber auf die zweite Etappe nach anfänglichem Mosern ein. Das Wetter ist toll, wir haben herrliche Sicht auf den drei Pässen Sellajoch, Pordoi und Passo Campolpngo. Die letzten 5 km vor dem Ziel geht es bergauf. Markus muss Melanie etwas schieben. Die Etappe war allein deswegen schon schön, weil die Dolomiten einfach herrlich sind. Am dritten Tag wollen wir nach Sillian. Sowohl von den Höhenmetern als auch von den Kilometern her scheinbar problemlos zu bewältigen. Obwohl die Abfahrten von den 4 Pässen (Furkelpass, Lago die Misurina, Passo S. Antonio und Kreuzbergpass) viel Fahrspaß bieten, ist die Etappe mit den zwei knackigen Anstiegen vor dem Furkelpass und dem Passeo S. Antonio nicht zu unterschätzen. Etappe 4 führt uns von Österreich zurück nach Italien, nach Fiera di Primiero. Herausfordernd ist hier mit Sicherheit der Passo Giau auf 2237 Metern Höhe. Danach geht es 35 km bergab, bevor 30 km vor dem Ziel noch einmal 1000 Höhenmeter auf uns warten. Obwohl wir eigentlich keine technischen Probleme hatten, ist Markus Kette auf dieser Etappe mehrmals abgesprungen. Den Gedanken abzuspringen hatte Melanie auch immer wieder. Über die Hälfe der Tour Transalp ist jetzt geschafft. Von einem Mitstreiter aus unserem Startblock der gelernter Apotheker ist, hat Melanie Gesäßcreme bekommen, weil der Hintern zu streiken beginnt. Die Sanitäter vor Ort können leider nur Bepanthen anbieten. Auch der Umfang der 5 Etappe ist mit 2617 Hm und 130,24 km eigentlich überschaubar. Wir wollen nach Crespano. Die Strecke verläuft relativ wellig, was die Möglichkeiten der Erholung reduziert. Auf der Abfahrt vom Passo Croce d’Aune verpassen wir eine Abzweigung und rasen einem vermeintlichen Teilnehmerpulk hinterher. Zum Glück bemerkt Markus nach wenigen Kilometern, dass wir falsch sind, weil er beim Überholen des Pulks bemerkt hat, dass die Fahrer keine Startnummern hatten. Mit Sicherheit besonders an dieser Etappe sind die Serpentinen, die nach dem Passo Boldo ins Tal führen. Ihre Kurven sind untertunnelt und verlangen hohe Konzentration. Am Ende folgt noch der Monte Tomba, 20 km vor dem Ziel. Er ist so steil, dass Melanie ihn nur im Wiegetritt nach oben schafft. Wer hier absteigt, kommt nicht mehr aufs Rad. Zum Glück war der Anstieg nur 5 km lang. Wir sind froh nach 6 Stunden und 9 Minuten im Ziel zu sein. 2 Pässe, 2 Höllen. Der Monte Grappa und der Cima del Campo werden auf der 6 Etappe mit gesamt 3248 Hm und einer Etappenlänge von 141,9 km eine besondere Herausforderung. Beide Anstiege sind weit über 20 km lang. Markus muss einige Male bei Melanie schieben. Nach der zweiten Abfahrt sind es noch gute 30 km bis ins Ziel in Levico Terme, einem wunderschönen Örtchen mit vielen Brunnen, Bächen und eigens angelegten Wasserrinnen. Jetzt trennen uns nur noch 96 km vom Ziel der Tour Transalp! Die schaffen wir schon noch. 96 Kilometer sind manchmal länger als 96 Kilometer eigentlich sind. Der Schweinehund ist weiterhin im Gepäck. Auch die letzte Etappe hat es in sich. Bereits nach nur 4 Kilometern beginnt ein knackiger Aufstieg zum Kaiserjägerweg. Oben angekommen geht es in Wellen bergab um nach nur 5 ebenen Kilometern wieder auf die letzten beiden Pässe der Etappe, dem Passo Bordala und dem Santa Barbara anzusteigen. 20 Kilometer vor dem Ziel macht Markus an einer Engstelle noch Bekanntschaft mit dem Heck eines Teamfahrzeugs. Zum Glück ist nicht wirklich etwas passiert. Wir haben in dieser Woche schon viele Radlerinnen und Radler gesehen, die von Stürzen gezeichnet waren. Als wir endlich in Santa Barbara oben ankommen, wissen wir, dass wir es geschafft, haben. Jetzt geht es nur noch bergab. Nach 43 Stunden finischen wir die Tour Tansalp in Riva del Garda. Gesund und glücklich. Besonderer Dank gilt unseren Körpern für die tolle Arbeit, die sie jeden Tag auf’s Neue geleistet haben, den Menschen zu Hause, die uns gute Worte mitgegeben haben, Willi Koller, weil unsere Räder nicht eine Panne hatten, Klaus Görig für die unverkennbaren Trikots, dem Apotheker aus Startblock D, der Melanie den Arsch gerettet hat, unsere Schutzengel und all die Leute, die an dieser genialen Veranstaltung beteiligt waren und sie für uns zu einer fantastischen Alpenüberquerung gemacht haben.




Sporttag in Günzach

23. Günzacher Radkriterium mit anschließendem 2-er Teamlauf

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Anstehende Termine:

17.09.2016 - 13:00
23. Günzacher Radkriterium mit 2-er Teamlauf