top of page

21. Juli 2024

Markus Lerf fährt für das Kinderhospiz St. Nikolaus in Bad Grönenbach

639 km in 24 Stunden

Foto von Melanie Behr

Foto von Melanie Behr

Seine Eindrücke aus dem Rennen:

Vorbereitung
• Etwa 3500 Trainingskilometer auf der Straße und ca. 20 Stunden in den Wintermonaten auf
der Rolle – relativ wenig in Radfahrerkreisen. Der 5-fache Sieger Markus Rieber hatte laut
offiziellen Quellen eine Trainingsleistung von bis zu 48000 km pro Jahr
• 2 Trainingseinheiten in Kelheim, bei der ersten Streckenbesichtigung war klar, dass die Strecke
kein Selbstläufer werden wird. Die Runde mit 16,4 Kilometer hat ca. 170 Höhenmeter
• 2 Trainingseinheiten mit jeweils 300 Kilometer zur Vorbereitung

Rennwochenende
• Unwetter in der Nacht von Donnerstag auf Freitag mit Hagel und Überschwemmung, keine
Auswirkungen auf das Rennen aber viel Aufwand für den Veranstalter
• Kelheim steht hinter dem Radrennen und nutzt den Rahmen für eine „Italienische Nacht“ am
Vortag vor dem Rennen
• Start am Samstag um 14.00 Uhr
• Jede Runde geht durch das Bierzelt am Marktplatz, Wende um den Dorfbrunnen und dann
nochmal durchs Bierzelt
• Grandiose Stimmung im Zelt und auch auf der Strecke mit Musik und Fans am Berg
• Bedingt durch eine lange Gerade auf dem Rückweg war es ein Ziel, auf der Strecke jemanden
zu finden, mit dem man auf der Geraden dann Windschattenfahren kann

Highlights/schöne und witzige Momente im Rennen
• Im Rennen habe ich mich mit Eva unterhalten, Eva hat letzte Woche die Challenge Roth in
9:25 Std. absolviert und ist eine Woche später schon wieder als Staffel am Start
• Erste Krämpfe hatte ich nach 180 km was nicht zur Entspannung beiträgt
• Meine Knie quietschen nach 380 km und verlangen nach Pferdesalbe die durch Melanie liebevoll
einmassiert wurde
• Da beschwert sich doch ein Staffelfahrer bei mir, dass er nicht vorne an der Gruppe fahren kann,
weil er zu erschöpft ist. Ich hatte Mitleid und bin dann vorne gefahren.
• Anna hat ganz lieb gefragt, ob ich sie im Windschatten mitnehmen würde und am Ende dann artig
„Dankeschön“ gesagt
• Ich durfte bei 3 Jungs Windschatten schnorren und am Ende wollten sie wissen, ob ich der Starter
fürs Hospiz bin. Ihr Kommentar: „Es war uns eine Freude das Projekt mit Windschatten zu
unterstützen!“
• Ich musste den halben Riegel aus meiner Verpflegungstasche an meinen Support zurückgeben,
da mich der Gedanke an einen süßen Riegel so angewidert hat, dass ich das Teil loswerden musste.

Racesupport
• Durch Familie, Freundin Melanie Behr und Rita & Erwin Wanner
• Wünsche (Essen & Getränke) wurden nach der Runde durchgegeben und in der Folgerunde serviert.
Fokus auf alles was noch irgendwie schmeckt, in 24 Stunden verändern sich Essens- und
Getränkewünsche gewaltig

Zahlen
https://www.zeitgemaess.info/results.php?accesscode=202407131&konkurrenz=900008
• Starter: 17 Frauen; 151 Einzelstarter, davon 82 meine Altersklasse und 69 Masters;
203 Staffeln
• 639 Kilometer in 23:38:30 Std. (es zählt die letzte komplette Runde)
• Laut GPS Tacho 7961 Höhenmeter
• Puls im Durchschnitt 115 bpm
• Schnellste Runde in 27:12 Minuten und 36,17 km/h
• Spendenzusagen für 17,05 € pro Kilometer, ergeben 10894,95 €

Wie geht’s weiter
• Alle Unterstützer wurden angeschrieben und überweisen nun die Spende
• Liste der Spender ist auf der Website zu finden
• Am 2. August ist eine offizielle Spendenübergabe im Hospiz St. Nikolaus

Zitate
• 24 Stunden können auf dem Rennrad erstaunlich lange sein.
• Wenn man sich nach 7 Stunden freut, dass es relativ gut und entspannt läuft, ist die Freude
definitiv verfrüht
• Nach 500 Kilometer begann bei mir die eigentliche Qual
• Herzlichen Dank an den besten Racesupport den man sich wünschen kann! Nie hat sich jemand
mehr bemüht mir Wünsche von den Augen abzulesen
• In der Nacht und am Sonntag stellt sich mir permanent die Frage, warum ich nicht einfach auch
mal die Klappe halten und eine Idee still und heimlich wieder verwerfen kann
• Das Wissen um den Sinn und guten Zweck hilft über dunkle Momente hinweg
• Ich entschuldige mich bei meiner Freundin, wenn ich Ihr Lächeln nicht jede Runde erwidern
konnte!

Fotos und Text von Melanie Behr und Markus Lerf

bottom of page